STRASSENBAHNAUSBAU GRAZ |
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UNTERSUCHUNGEN ZUM STRASSENBAHNAUSBAU IN GRAZIn der integrierten Stadt- und Verkehrsentwicklung von Graz war die Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel schon immer von großer Bedeutung. Neben einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Bedienungsangebote hat der Ausbau des Straßenbahnnetzes eine besondere Priorität. Als Grundlage für die anstehenden verkehrspolitischen Entscheidungen für einen Straßenbahnausbau wurde die Firma B.I.M. beauftragt, die verkehrlichen Wirkungen der verschiedenen Ausbaumaßnahmen zu untersuchen. |
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Für die Prognoserechnungen wurde die Software FAN FahrgastAnalyse im Nahverkehr verwendet. FAN wird von den GVB als Nahverkehrsdatenbank genutzt und verwaltet die aktuellen Verkehrsnachfrage- und Fahrplandaten. Auf dieser Datenbasis war eine Fortschreibung und Aktualisierung der vorliegenden Verflechtungsmatrizen vorzunehmen. Sachlich sollten sich die Prognoserechnungen nicht nur auf das Netz der GVB beschränken, sondern auch die Wechselwirkungen mit den Fahrplanangeboten der übrigen Verkehrsunternehmen, dem motorisierten Individualverkehr und der geplanten Siedlungsentwicklung behandeln. Zur Untersuchung standen zwei Varianten der Nordwestlinie und drei Szenarien zur Erschließung des Südwesten inklusive der Reininghausgründe an. Basierend auf dem Analysefall wurde der Nullfall mit einer »virtuellen Buserschließung« der neuen Siedlungsgebiete als Referenz zu den einzelnen Planfällen verwendet. Bei der Südwestlinie betragen die Fahrgastzuwächse zwischen 13.500 und 19.000 Fahrgäste pro Tag gegenüber dem Analysefall – und immer noch zwischen 4.000 und 9.400 Fahrgäste gegenüber dem Nullfall. Bei der Nordwestlinie liegen die Zuwächse zwischen ca. 6.000 und ca. 11.500 Fahrgäste pro Tag – je nach Szenario (bezogen auf den Analysefall). Durch das Vorliegen der Leistungsdaten der einzelnen Erschließungsvarianten wurde der Wirksamkeitsgrad und die Kosten- Nutzen-Wirkung ersichtlich. Die Ergebnisse haben die GRAZ AGVerkehrsbetriebe darin bestärkt, die Verknüpfung von vorhandenen Zähldaten mit einem Prognosetool auf Basis einer Software-Applikation auch zukünftig verstärkt einzusetzen. So erhält man aussagekräftige Daten ohne großen Aufwand, die den weiteren Ausbau des ÖPNV in Graz wesentlich unterstützen.
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